Kapitel V


Die Aura

Auraschichten von innen nach außen

Fünf plus drei Sinne

Der Weg liegt nicht im Himmel,  er liegt im Herzen

      

Die Aura

Da lag ich im Aufwachraum,  nach meiner Meniskus-Operation, und  wagte nicht mich zu bewegen. Ich hatte  phänomenale Bilder im Kopf, die ich eine lange Weile für mich erleben wollte. Was war geschehen? Meine Jahre, ja Jahrzehnte der Meditation und Yoga haben mich nie meine Chakren sehen lassen.

  • Wurzelchakra / rot
  • Sakralchakra / orange
  • Solar Plexus /  gelb
  • Herzchakra / grün
  • Halschakra / blau
  • Drittes Auge / tiefblau-violett
  • Kronenchakra / Violett

Das waren die Farben, die ich sah. Ich musste das auskosten. Sie pulsierten in einem angemessenen Tempo wie ein Wirbel von mir weg, es war so wunderschön, dass ich mich mucksmäuschenstill verhielt.

Die Krankenschwester kam einige Male zu mir und kontrollierte die Apparaturen, ich verhielt mich absolut still. Darauf hatte ich meine letzten Dreißig Jahre meditiert und nun erlebe ich das nach einer Operation, wer würde sich da anders verhalten? Irgendwann musste ich mich zu erkennen geben, sonst hätte man wahrscheinlich versucht, mich wieder zu beleben. Und so beschloss ich, sobald ich wieder auf den Beinen bin, werde ich meine Meditationspraktik ändern und mich auf diese Wirbel konzentrieren.

Erklärung: Chakren sind Wirbel, die aus dem Körper heraus in den feinstofflichen Körper, genannt Aura, treten. In der Aura befinden sich alle Informationen unseres derzeitigen Lebens und aller vorher gelebten Leben.

Ich erinnerte mich, dass meine Cousine mir erzählt hatte, dass ihr Sohn eines Tages eine Migräne bekam. Er musste aus der Schule abgeholt werden und erzählte seiner Mutter, keinen Menschen mehr, in der ihm bekannten Form zu sehen. Alle hatten eine Art Regenbogen um sich herum. Meiner Cousine war klar, dass Chad eine Aura-Migräne hatte. Ich recherchierte weiter und lernte, dass Menschen nach einem Schädeltrauma plötzlich die Aura sehen konnten.

Sie müssen sich nicht sorgen, dass nur Menschen denen dieses Unglück passiert die Aura sehen können, sie können das auch. Mich hat diese Aussage zunächst glücklich und dann doch skeptisch nachdenken lassen. Ich konnte mich mühen, soviel ich wollte, ich sah nichts und war schon im Begriff das Ganze aufzugeben, als ich meine Ausbildung bei Bettina begann.

Dann kam das, was ich aus ZEN als Satori kenne. Ein Satori ist eine grundlegende, ja universelle Erkenntnis, die der Übende sich in der Mediation erarbeitet. Da war sie die Aura. Zunächst nur in die am Körper anliegende, erste Schicht. Ich war begeistert. Jetzt wusste ich, wonach ich schauen sollte und meine Übungszeit begann.

Und damit auch Sie dieses wunderbare Erlebnis sehen können, gebe ich Ihnen ein paar Tipps.

Sie brauchen einen Raum mit einer weißen Wand. Der Raum sollte nicht hell sein, besser wenn das Licht leicht abgedunkelt ist. Stellen Sie ihren Probanden ca.40cm von der Wand ab. Achten Sie darauf, dass es kein Fenster das Licht verändern kann. Sie positionieren sich maximal 4m entfernt. Beginnen sie das Schauen. Lassen Sie ihren Klienten leicht hin und her schaukeln, wie ein Baum im Wind. Keinen Sturm, das würde lustig sein, Ihnen aber nicht helfen. Und nun nehmen Sie, sofern sie eine Brille tragen, diese ab und schauen am Kopf und Schulterbereich durch die Person an die Wand, ohne in Fokus zu gehen. Weisen Sie ihren Probanden an, ein paar tiefe Atemzüge zu machen, möglichst mit einer Dauer von ca. 2 Sekunden zwischen Ein- und Ausatmen. Wobei das Ausatmen etwas kürzer ist als das Einatmen. Ich bitte meine Klienten, zwei Buchstaben zu denken, das entspricht ungefähr zwei Sekunden. Einatmen, a;b, Ausatmen. Es wird vielleicht einige Male dauern, bis Sie etwas sehen, doch dann kommt dieser helle Schatten, der kein Schatten ist, Übende sehen ihn manchmal sogar schon in Farben. Diese Farben entsprechen der Gefühlswelt, in der sich der Klient befindet.

Es dauerte einige Zeit des Übens, bis ich in der Lage war Farben zu sehen. Eines Tages saß ich in einer Sitzung. Einer dieser langweiligen, in denen man sitzt und sich fragt, was man alles hätte erreichen können in der vertanen Zeit. Ich saß also da und langweilte mich. Das sind Momente, in denen ich anfange die Aura der vor mit sitzenden Personen zu suchen. Na ja, ich finde sie dann nicht immer, denn der Hintergrund spielt eine gravierende Rolle. Hier hatte ich eine weiße Wand und eine Reihe von honorigen Personen, die mir etwas über einen Jahresbericht und die zukünftigen Aktivitäten erzählen wollten. Meine Gedanken fingen an, weit weg zu schweifen. Ich fragte mich wie ein solcher doch hoher Politiker, der schon Jahrzehnte in der deutschen Öffentlichkeit steht, immer noch keinen Weg gefunden hat eine interessante Rede zu halten. Dabei erwischte ich mich nach der Aura dieser Person zu suchen. Ich fand keine. Jeder hat eine Aura, wo ist seine? Mein Interesse ging auf die neben ihm sitzenden Personen, auch ihre Aura war nicht zu sehen. Ich war entsetzt, glaubte schon meine Fähigkeiten seien minimal wenn überhaupt erwähnenswert. Dann stand eine junge Wissenschaftlerin auf und bewegte sich an das Rednerpult. Ich folgte ihrem Gang, heftete meinen Blick auf ihren Umriss, und glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Zum ersten Mal erlebte ich eine Aura, wie ich sie vorher nicht gesehen habe. Das gesamte Umfeld, wie ein Ei, wie ein Kokon, war in einen rosa Ton gehüllt, dass ich fasziniert ihren Ausführungen folgte. Mit ihrer Rede und dem Inhalt veränderte sich die Aura in Größe und Form. Wenn ich nicht von so wichtigen Menschen umringt gewesen wäre, hätte ich geheult wie ein kleines Kind. Fazit: Wenn Sie Aura sehen wollen, gehen sie auf langweilige Sitzungen.

Zusammenfassung:

  • Die Aura ist verbunden mit den sieben Haupt-Chakren, deren Wirbel in die Aura einfließen.
  • Die menschliche Aura ist eine Energie, die jedes menschliche Wesen charakterisiert.

Jeder Mensch hat eine individuelle Aura, die den physischen Körper durchdringt und umgibt. Die Aura kann in einem Zustand erhöhter Sinneswahrnehmung wahrgenommen werden. Sie unterscheidet sich von Mensch zu Mensch durch Form, Struktur, Inhalte und Farbe. Das Aussehen der Aura ist nicht zufällig, sondern durch die Seelenstruktur, also den bisherigen Entwicklungsstand und die momentane Befindlichkeit, bestimmt.

Die Auraschichten von innen nach außen

  • Ätherkörper
  •             Blaupause des stofflichen Körpers
  • Emotionalkörper
  •             speichert alle Emotionen
  • Mentalkörper
  •             Gedankenebene – alles jemals Gedachte     ist hier gespeichert
  • Astralkörper
  •             Liebe zu allen Wesen
  • Ätherische Körper
  •             Abspeicherung des persönlichen      Lebensplans
  • Himmlischer Körper
  •             tiefe Gefühle wie Liebe, Glückseligkeit
  • Ketherischer Körper
  •             oder auch Kausalkörper verbindet den Lichtkörper mit  Regenbogenbändern
  • Seelenstern
  •             Verbindung zur Seelenebene

Fünf plus drei Sinne

Mein Mann war ein leidenschaftlicher Angler und versuchte immer wieder auf die manchmal recht dubiose Art seinem Angelspaß nachzugehen. Als seine Krankheit noch im Anfangsstadium war, nutzten wir jede Möglichkeit zu unserem Sohn nach Malmö in Schweden zu fahren. Er wohnte dort auf der kleinen Halbinsel Limhamn die Malmö vorgelagert ist. Umrandet von Wasser gab es eine Menge Möglichkeiten zu angeln, viele nutzten diese einmalige Lage und standen rund um den nördlichen Teil der Insel. Mein Mann Tom, nutzte diese Gelegenheit nach jeder Chemo Therapie auch um Abstand aus dieser seelisch sehr stressigen Zeit zu gewinnen.,

In Bremerhaven hatte Tom  sich einen Haken von den Jungs bauen lassen, einen der mühelos ein Schwein hätte tragen können. Dieses Teil befestigte er an einer Stange. Er wollte ausschließen, dass eine Scholle, so groß wie ein Klodeckel (o. Ton Tom) ihm wieder von der Angel springen würde. Trotz seiner Schwäche bestand er darauf, bei kaltem Wetter zu angeln. Ich äußerte meine Bedenken, die Tom dann mit dem Satz wegschob: ’Ich werde mit Jans Auto an den Pier fahren und im Auto sitzen bleiben‘. Was sollte ich dagegen haben, mir war wichtig meinen Mann glücklich sehen und das war er definitiv beim Angeln.

So fuhr ich ein wenig besorgt zu Ikea, eine kleine Fahrt mit dem Auto von ca. 15 Minuten. Ich ging durch das Portal, da durchschoss mich ein Gedanke: ‚Sofort nach Hause‘. Mein Tempo war nicht angemessen, meine zu hohe Geschwindigkeit war gefährlich. Ich beeilte mich die Treppen zum ersten Stock hoch und vermochte die Tür nicht schnell genug auf zu schließen. Die Beunruhigung war, wie sich herausstellte, zu Recht, da lag mein Mann im Flur. Seine Muskulatur war komplett außer Kontrolle. Extreme Hitze und Kälte kann der Körper bei Chemotherapie nicht verarbeiten. Allein hätte er nicht wieder aufstehen können.

Die fünf Sinne

  • sehen
  • schmecken
  • fühlen
  • riechen
  • berühren

Weitere Gefühle

  • Intuition – direktes Wissen
  • Die Fähigkeit eigene und fremde Gefühle wahrzunehmen
  • Wahrnehmung von Liebe

Ich kam aus dem Konzert in der Kirche. Es war ein beeindruckendes Orgelkonzert, war noch ganz beseelt von der Musik. Gern wär ich auf einen Wein mit Freunden gegangen, aber dieses Gefühl ließ mich nicht los und so lief ich mit schnellem Schritt den Weg nach Hause.

Als ich in die Wohnung kam, roch es deutlich nach einem Kabelbrand. Ich machte das Licht zu meinem Büro an und da knallte schon etwas durch. Der Dimmer im Büro hatte angefangen zu brennen. Wie kann das sein? Müsste nicht der FI Schalter raus springen? Ich frage nicht mehr, sondern handle.

Auch das gehört in den Bereich der Intuition – dem direkten Wissen.

Der Weg liegt nicht im Himmel, er liegt im Herzen

An einem dieser Wochenenden in Essen, von dem ich berichte, war unser Thema Heilung. Ich freute mich schon auf dieses Modul, denn längst hatte ich mich entschieden meine Arbeit als Heiler zu intensivieren und weiter auszubauen. Ein Baustein dieses Ausbaus war die Aura, jedes Buch war meins und oftmals konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich an den Modulen für Essen arbeiten sollte oder lieber mein neues Thema Aura in Angriff zu nehmen.

Wenn wir Norddeutschen nach Essen fuhren mussten drei von uns immer über A1 fahren. Diese Autobahn war eine lange, große Baustelle und machte uns die Fahrt an Freitagen besonders unangenehm. Ich fuhr meistens bereits um 11 Uhr los um dann noch rechtzeitig im Hotel einzuchecken und ein bisschen zu entspannen bevor der Unterricht begann. Viele von uns hatten einen noch längeren Weg der sicher genauso schwierig war, einige mussten vorher noch arbeiten und konnten nicht früher los. Und dennoch schafften es die meisten um 18 Uhr in der Hofwerkstattt zu sein. Die Parkplätze in dem Bereich waren rar und was auch ein Grund war warum ich meinen Wagen so gern im Hotel unten in der Garage parkte um dann zu Fuß zum Seminarort zu gehen. Die Luft tat gut nach der langen Fahrt, ich bin in dieser Zeit durch alle Jahreszeiten dieses Weges gegangen.

Als ich an diesem Freitag ankam, war der Seminarraum schon gefüllt. Zu Beginn stand immer eine Meditation. Unsere erste Aufgabe war einen Partner zu suchen und dann mit der Arbeit zu beginnen. Ich hatte noch keinen Partner und fragte mich, was sich der Himmel dabei wohl gedacht hat. Die Tür ging auf und Erika kam völlig abgehetzt aus Norddeutschland an. Die Autofahrt muss grausam gewesen sein, denn Erika brauchte einige Zeit, bis sie sich erholt hatte.

Mein Aurasehen hatte ich gerade angefangen zu schulen und meine Übungen hielten sich noch im Bereich ‚Anfänger‘ auf. Jede Möglichkeit diese Technik anzubringen wurde von mir ergriffen. Ich konnte es kaum erwarten und freute mich schon auf Erika, die mir sicher diese Möglichkeit gab.

Nun muss ich dazu berichten, dass Erika nicht die Person ist, die alles positiv  annimmt. Sie ist eher die Person, die erst einmal alles ableugnet und keinen an sich herankommen lässt. Oft hatten wir vorher in den Lehrgängen von ihr gehört ‚ich hab nichts gesehen oder gefühlt, was soll da sein?‘.

‚Erika, brauchst du noch einige Minuten?‘. Ja die brauchte sie und ich ließ sie gewähren und schaute Aura. Doch wo war diese? Nach einiger Zeit des Sehens bemerkte ich einen dunklen Streifen dicht an ihrem Körper. Das war nicht die Aura, die ich sonst sah. ‚Nehme einmal einen tiefen Atemzug‘, bat ich sie, ‚und dann atmest du aus, wobei das ein wenig länger dauert als das Einatmen‘. Ich forderte Erika auf, das Ganze noch drei Mal zu wiederholen, was sie auch artig erledigte und ich kam sofort auf meine Kosten. Kaum hatte sie ihren Atemzug erledigt, dehnte sich die Aura um einige Zentimeter aus. Nicht so wie bei vielen anderen meiner Probanden, aber die Aura ist genauso individuell wie der Fingerabdruck einer Person, ich machte mir keine Gedanken. Insofern war ich nicht überrascht, denn gerade wenn eine Person gestresst ist macht die Aura genau das, was ich als introvertiert bezeichne, sie zieht sich zusammen.

‚Erika‘, bat ich sie, ’strecke bitte deine Arme und Hände nach vorn, die Hände zeigen geöffnet nach oben‘. Nun konnten wir mit der Heilmeditation beginnen. Ich legte meine Hände auf ihre und fühlte den Puls von Erika. Gleichzeitig fing ich an, Heilenergie zu transportieren. Das mag sich nun völlig unangebracht anhören, aber es ist nichts anderes als ein Transport. Die Energie kommt nicht von mir, es ist göttliche Energie, die ich weiter geben darf. Während dessen schaute ich immer wieder einmal auf Erikas Aura und glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Erikas Aura wurde heller und weiter, ich würde sogar behaupten sie wurde glatter. Und dann kam etwas, was ich nicht erwartet habe. Erika schaute mich an und sagte: ‚Du weißt, wie ich immer wieder gesagt habe ‚Ich fühle nichts‘. Aber jetzt fühle ich genau das Gleiche, was ich bei den Heiler Tagen gefühlt habe – Energie die in meinen Körper geht‘.

Was mehr kann ich eigentlich noch erwarten? Ich war überaus froh, denn Erika hatte gefühlt und ich hatte gesehen.

Unsere Aura zeigt somit immer das, was wir gerade fühlen. Sie spiegelt unsere Gedanken und Gefühle. Diese wiederum entscheiden, ob ich in einem gesunden Körper bin.

Fazit: Unsere Gedanken hindern uns daran einen gesunden, positiven Körper zu haben, ein gesunder Mensch zu sein.

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