Kapitel VI

Quantendenken –

Das Gesetz der Manifestation/Ausdrucks und das Gesetz der Anziehung

Positives Visualisieren

Fernheilung und Meditation

Positives visualisieren mit Soso

Quantendenken

  •  Das Gesetz der Manifestation                
  • des Ausdrucks und
  • der Anziehung

Ein Buch über meine Spiritualität ohne das Quantendenken ist nicht vollständig. Somit muss diese Denkweise angesprochen werden. Allerdings werde ich mich nur auf die zwei ersten Gesetze beschränken. Insgesamt gibt es sieben wichtige Punkte im Quantendenken.

Die sieben Universal Gesetze des Erfolgs*

1: Das Gesetz der Manifestation

2: Das Gesetz des Magnetismus

3: Das Gesetz des reinen Wunsches

4: Das Gesetz der paradoxen Absicht

5: Das Gesetz der Harmonie

6: Das Gesetz der rechten Handlung

7: Das Gesetz der Einflussnahme

*nach Sandra Anne Taylor

Suche ich Kurzweil, dann krame ich in Bücherläden, wo, ohne die Zeit im Auge zu behalten, durchforsten erlaubt ist. Das gelingt mir nur im Urlaub, da finde ich nebenbei Schätze, an denen ich sonst vorbei gelaufen wäre.                     

Auf einer meiner Reisen durch die USA fand ich ein Buch über das Quantendenken. Ich vermochte mir wenig darunter vorzustellen, außer dass es mit speziellen Denkprozessen zu tun haben konnte.

Mich machte diese neue Sichtweise der Physik neugierig. Alle Bücher von Stephen Hawking habe ich gern gelesen und stets bereut, keinen Lehrer wie Hawking gehabt zu haben. Es lag  auf der Hand, über das Quantendenken mehr zu erfahren.

Das Buch hieß Quantum Success von Sandra Ann Taylor, ich inhalierte Kapitel über Kapitel. Beim zweiten Durchgang fing ich an, die Blöcke mit grün und gelb zu markieren. Grün für wichtig, Gelb für zurzeit nicht verstanden. Beim dritten Arbeitsgang hatte ich das Buch im Kopf und alles wurde klar und deutlich. Wieder ein Moment, den ich als Satori bezeichnen würde. Es sind die Augenblicke, iin denen man vor Freude heulen könnte. Das Buch und das Wissen hat mein Leben grundlegend verändert. Der Satz von Buddha ‚Was wir denken, werden wir‘ machte plötzlich Sinn. Ab dem Zeitpunkt fing ich an, meine Denkweise besser zu beobachten, statt negativer Gedanken formten sich Anliegen in Kopf. Wünsche wie,   

‚Ich bin neugierig und wähle Freude und Frieden in mein tägliches Leben‘.

‚Ich wähle mehr und mehr fokussiert und dankbar zu sein auf das, was das Leben mir bietet.‘

Das erste Gesetz, die Manifestation –  zeigt uns wie die Dinge zueinander kommen.

In der Quanten-Physik kreiert Aufmerksamkeit Realität und das betrifft auch die persönliche Welt. Meine Begeisterung ließ mich hoffen, eines Tages können wir alles  begreifen, was dieses Buch versprach.  Ich hatte drei Lesungen gebraucht, bis es bei mir klick sagte. Das zweite Gebot ist das Gesetz der Anziehung – des Magnetismus.

Unsere ‚Gedanken sind in einem Moment völlig wahllos und wirr, dann schenken wir ihnen Aufmerksamkeit und sie ordnen sich und schon bildet sich ein Film im Kopf und dieser Film kreiert die Realität.

Stellen Sie sich einmal vor, sie kommen vom Einkauf. Der Kofferraum ist voll von schweren Einkaufstüten und eine Kiste Getränke. Ihr Gedanke ‚Womöglich wieder keine Parkfläche vor der Tür und ich muss in der Nebenstraße parken‘. Was glauben sie, wo ihr Parkplatz sein wird? Diese Denkweise bringen wir täglich zum Schwingen. Meine Freundin bewirbt sich auf einen Posten, den sie wirklich gut gefunden hätte, wie sie mir am Schluss noch einmal bekräftigt und dann sagt sie zu mir: ‚Ich habe mich bei der Firma beworben, obwohl ich vermutlich nicht angenommen werde‘. Ja, dann sollten wir die Energie auch nicht verschwenden und die Bewerbung da hinschicken, oder unsere Denkweise ändern. Wie oft habe ich mich bei der Negation erwischt, viele Male.

Wir kreieren unsere Welt, wir entscheiden wie unser Leben aussehen soll, halb voll oder halb leer.

Kennen Sie das Holodeck aus dem Film Star Treck? Da gibt man an der Tür seine Wünsche in einen Schaltkasten ein und bestimmt die Koordinaten.. Anschließend betritt man in den Raum und genießt seine Freizeit mit einem guten Tennisspieler, der virtuell auf mich wartet…oder sie wandern durch die Berge..was immer sie als Wunsch in den Koordinatenkasten eingegeben haben. Captain Pikard wollte oft in den französischen Bergen wandern. Sicher hatte  er Heimweh und das half. Sie wandern irgendwo im All in ihrem Raumschiff auf dem Holodeck in ihren Alpen. Genauso stelle ich mir mein Leben vor. Ich entscheide; welche Koordinaten ich will. Manchmal unbewusst in die falsche Richtung und dann kommt das Gegenteil dabei heraus. Nach einer Weile bin ich negativ orientiert und beende mein Denken mit dem Satz ‚Dachte ich es mir doch‘.

Mir wurde zum ersten Mal in meinem Leben klar, dass ich der kreative Teil bin, der entscheidet ob gesund oder krank, ob glücklich oder traurig. Als ich die Diagnose Borreliose im letzten Stadium und Sarkoidose an der Lunge bekam, dachte ich ‚Scheiße‘.. Dann ging ich vierzehn Tage an den Tropf und stellte mir vor, dass jeder kleine Tropfen der in meine Adern floss, eine Art Soldat für mich darstellte. Ich hörte das Lied ‚Onward Christian Soldiers‘, das untermalte jeden Morgen, wenn der Tropf kam, meine seelische Medikamentierung. Vier Wochen später war die Borreliose Geschichte und ich arbeitete weiter an der Sarkoidose. 2003 wurde ich bei einem Lungenfacharzt in Hamburg vorstellig, sah man die Heilung noch als ein kleines Wunder an. Heute weiß man, dass es Heilung geben kann.

Ich erinnere an dieser Stelle: Aufmerksamkeit kreiert Realität und dazu das zweite Gesetz der Anziehung waren meine täglichen Wegbegleiter und plötzlich wurden so profane Dinge wie ein Parkplatz vor der Tür normal. Die Denkweise ändert sich und schon ist das Mangeldenken Schnee von gestern. Das Gleiche können wir anwenden, um unser Konto aufzubessern. Ich bitte und denke den Weg und Betrag, manchmal sogar den Kontoauszug mit der entsprechenden Summe. Christlich gedacht würde es heißen: Klopfet an, so wird euch aufgetan.

Ein weiser Kollege hat einmal den Satz geprägt, der das dritte Gesetz umfasst: Es ist die Gedankenhygiene, die entscheidet, ob es dir gut geht. Sie entscheidet über dein Schicksal, den Weg, den du einschlägst. Du hast immer die Wahl, rechts oder links zu gehen. Immer, wenn sich etwas verändert, verändert es auch etwas am anderen Ende. Alles hat einen Plus- und einen Minuspunkt und wir müssen die Folgen unseres Handelns im Auge behalten. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Schon am Anfang ist das Ende sichtbar und damit sind wir beim nächsten Gesetz dem Gesetz vom Anfang und Ende. Schauen wir uns retrospektiv unser Handeln an, erkennen wir wo die Abzweigung eine andere hätte sein sollen. Wenn ich mein Leben von hinten leben könnte, dann wäre ich schlauer. Alles wäre einfach und logisch. Doch wir sind nicht hier um von hinten zu leben, sondern um zu lernen.

Und dann sind wir auch schon beim nächsten Gesetz, dem Gesetz ein Teil des Ganzen zu sein. Erst wenn wir in der Lage sind das Ganze zu betrachten, erkennen wir, wie unsere Geschichte endet.

Stellen sie sich einmal vor, sie wollen ein Auto fahren. Dazu brauchen sie einen Führerschein. Wenn unser Wunsch besonders stark ist, dann stellen sie ihren gesamten Gedankengang auf Modus ‚Fahren lernen‘. Sie malen sich aus wie sie mit einem Auto und Freunden durch die Landschaft fahren. Sie stellen sich vor was für ein Plus das Ganze für sie sein wird. Nun wird es Zeit, sich vorzustellen wie sie das Geld für den Unterricht beschaffen wollen, sonst platzt ihr Traum.

Eine Gedankenhygiene, die auf den Wunsch fokussiert ist, bereitet ihnen den Weg. Alle negativen Gedanken wie zum Beispiel: ‚Ich hab ja kein Geld‘, oder ‚das wird eh nichts‘ sind ausradiert. Stattdessen bauen sie ihre positiven Sätze: Dieser Führerschein ist mir ein Herzenswunsch, das Geld wird generiert, ich vertraue auf das Universum.

Ich versichere ihnen, dass sie binnen kürzester Zeit wissen, wie sie sich diesen Wunsch erfüllen.

Lange war in meinem Kopf der Wunsch, meinen Ehering zu einer Kette umzuarbeiten. Die Vorschläge, die mir gemacht wurden, konnten mich nicht überzeugen. Ich legte das Ganze zur Seite, in meinem Kopf wuchs ein Wunsch. Eines Tages machte ich meinen täglichen Spaziergang in die Stadt und kam wie immer an einem der renommiertesten Goldschmiedewerkstätten vorbei. Bislang war ich davon ausgegangen, dass ich die Arbeit dort nicht bezahlen könnte. Dieser Gedanke kam mir nicht mehr, als ich die Tür in der Hand hatte und in den Laden trat. Wenn wir einen Wunsch im Kopf wachsen lassen, dann sind wir auch in der Lage die Worte zu finden, die der andere braucht um uns zu helfen. Die Goldschmiedemeisterin fing an zu zeichnen und zu rechnen, konnte meine Rührung kaum verbergen. Ich hatte so viel gelernt und trotzdem nicht vertraut. Alles war so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Vertrauen sie auf ihre Fähigkeit ihr Leben zuversichtlich zu leben und sie werden ein optimistischer Mensch sein, der positiv auf seine Umwelt einwirkt.

Positives Visualisieren

Bevor ich zu dieser für mich neuen Denkweise kam, waren meine Sätze die typischen Neinsätze die wir alle gern sprechen und damit auch denken.

            ‚Sicher wird da wieder kein Parkplatz für mich sein und ich muss den ganzen Weg die Sachen schleppen.‘

            ‚Es würde mich überhaupt nicht wundern, wenn dieses Mal der Braten auch nichts wird.‘

Ich kann ihr lachendes Gesicht sehen. Sie denken auch so. Wie viel einfacher wird das Leben wenn wir die Sätze verändern und daraus wird dann folgendes.

            ‚Ich wünsche mir einen Parkplatz vor der Tür, damit ich die Sachen schnell und bequem nach Hause bringen kann‘

            ‚Sicher wird es ein besonders schmackhafter Braten werden, ich wünsche mir das so sehr.‘

Gehen wir doch mit dieser positiven Einstellung an die Sache heran und mit einem Mal ist das Leben lebenswert. Das Glas ist nicht halbleer, es ist halbvoll.

Quanten Denken oder auch positives Visualisieren ist nicht so schwierig, wie es sich vielleicht erst einmal anhört. Lässt du dich darauf ein, verändert es dein Leben. Schon bald werden sie feststellen, dass diese Denkweise logisch ist und ihr Leben sich positiv verändern wird.

Die Gesetze des Quantendenkens wurden von mir absichtlich stark zusammengezogen. Ich bitte sie, sich selbst ein Bild davon zu machen. Bilden sie ihre eigene Realität. Es wird ihnen helfen, die Gesetze zu verstehen.

Fernheilung und Meditation

Seit einem Jahr habe ich Probleme mit meiner Muskulatur, mal mehr, mal weniger, aber immer ausreichend, um mir das Problem zu zeigen. Ich lasse andere machen; gehe zur Krankengymnastik, zur Wassergymnastik und lasse mich massieren. Als eine Person, die sich mit ganzheitlicher Gesundheit auskennt, ist das für mich faktisch am Thema vorbei. Vergleichbar mit jemandem der in einem Boot sitzt und merkt, dass da ein Loch im Rumpf ist. Das Wasser strömt in das Boot und ich rudere nur noch schneller um an Land zu kommen. Beim nächsten Mal fahre ich wieder auf das Wasser und sehe, dass das Wasser immer noch durch das Loch strömt. Abermals rudere ich wie verrückt und glaube das Thema ist damit durch.

Das Gesetz der Anziehung zeigt, woran  ich denke, wohin ich steuere mit meinen Gedanken. So finde ich dann den Weg der Reparatur/Heilung. Hoffen sie nicht auf Wiederherstellung durch Unterlassung, wir müssen uns sowohl geistig als auch körperlich bewegen, um eine Änderung herbeizuführen.

In meinem Fall kam noch ein Stechen am hinteren Oberarm dazu, ich musste ich handeln. Dieses Stechen diagnostizierte ich als ein piksen entlang der Meridiane, den  ich gleichzeitig im Unterkörper spürte. Wie sich später herausstellte meldete sich der Dickdarm Meridian.

Meine Kollegin Barbara ist die Expertin bei Meridianen Problemen. Ich kontaktierte sie. Barbara hörte sich meine Ausführungen an, ich spürte förmlich ihr Nicken und ihre Zustimmung. Dann erklärte sie mir wie die Meridiane arbeiten und schlug eine gemeinsame Meditation vor. Barbara, die in Schleswig Holstein lebt, wollte aus der Ferne an meinen Meridianen arbeiten und ich würde zeitgleich in Bremerhaven meditieren.

Diese Art zu arbeiten ist sehr  intensiv und erfordert Konzentration und Wissen um Fernheilung. Was soll das, werden sie sich fragen, das ist ja wieder  ‚jemand anders macht an mir‘. Aber nein, Abwarten und Tee trinken, war die Devise meiner Großmutter, zu der ich ihnen rate. Ich gehe also in Trance und weiß, dass Barbara gleich an meinen Meridianen aus der Ferne arbeitet. Meine Meditation hat das Thema ‚Heilung‘. Wichtig ist, dass der Meditierende hier Achtsamkeit übt, denn die Bilder die während der Trance kommen sagen mir, was mein Problem ist, und wie ich es lösen kann. Meistens sind die Bilder so angelegt, dass sie die Lösung beinhalten.

Ich darf sie betrachten und ablehnen oder annehmen, das ist meine Entscheidung. Gleichzeitig weiß ich, dass ich genau dieses Problem, mit ziemlicher Sicherheit seit einem Jahr mit mir herumschleppe.

Glauben sie bitte nicht, dass sie nach einer Fernbehandlung aufstehen und rufen ‚Ich kann wieder gehen‘. Es ist ein Prozess, der im Kopf anfängt, Veränderungen anzuschieben oder die Probleme abermals an die Seite zu schieben. Ich habe mich entschieden, meine Schwierigkeiten anzugehen und die Lösungen dafür zu akzeptieren.

Dieser Prozess steht für zwei Wege;  Weg Nr.1 ist der geistige Weg. Krankheit beginnt fast immer im Kopf und da muss auch für die Änderung gesorgt werden. Das ist wie bei meinen Patienten, die für Raucherentwöhnung zu mir kommen. Ich schaue immer, welches Problem der Grund für das Rauchen sein könnte. Mache ich dies nicht, wird der Patient entweder nach wenigen Tagen wieder anfangen und zur Zigarette greifen oder seine Entwöhnung auf einen anderen Level bringen, meistens das unkontrollierte Essen. Und dann fängt der Kreislauf von neuem an und sie kommen, weil sie abnehmen müssten und so weiter und so weiter.

Was habe ich getan? Ich habe mir erst einmal ein paar Massagetermine geben lassen, dazwischen immer einen Schwimmtag angeordnet. Der schwierigste Teil ist die Kopfarbeit, da sitzt bei mir auf der Schulter der kleine Mann, der auch gern ins Ohr flüstert. Es gilt also ihn zu überzeugen, dass seine Anwesenheit nicht mehr nötig ist. Sobald er das Weite gesucht hat, beginnt das positive Visualisieren. Die Lösung meines Problems habe ich vorher erarbeitet und nun stelle ich mir vor, wie sich mein Leben anfühlt und aussieht, mit allen Sinnen in einem Satz, der folgendermaßen formuliert sein könnte. Der konzentrierte Leser erinnert sich: In der Quantenphysik kreiert Aufmerksamkeit Realität – das erste Gesetz und das zweite Gesetz: Der Gesetz der gegenseitigen Anziehung. Aufgepasst, selbst wenn ich die Realität in der Achtsamkeit erarbeitet habe, heißt es noch lange nicht ich habe das zweite Gesetz in der Tasche.

Mein Satz müsste lauten: ‚Ich wähle den Weg der Heilung, der Änderung, ich vertraue auf meine Entscheidungen.‘ Achten sie darauf, dass sie ihre Sätze positiv visualisieren, vermeiden sie negativ/positive Thesen wie ‚Ich will keine Schmerzen haben und hoffe auf Besserung.‘ Diese Sätze sind das Gift unserer Generationen. Wir haben gelernt, dass Negativsätze von unserer Umwelt gehört werden, doch wenn sie etwas anders machen wollen, müssen sie sich ändern. Mein Lieblingszitat ist das mit der Lampe: ‚Wenn du deinen Schlüssel im Dunkeln verloren hast, suchst du ja auch nicht an der Laterne, nur weil da Licht ist‘. Sie selbst bieten den positive Satz an und halten ihre positiven Gedanken aufrecht, nur dann bekommt die Änderung den fruchtbaren Boden, mit dem sie wachsen.

..noch etwas lustiges..

Positives Visualisieren mit Soso

Guter Hund, feiner Hund

Es regnet. Kein großes Drama, wäre da nicht mein Kumpel Hund, der mit seiner doch sehr penetranten Art mir klar macht, es sei Zeit für den Spaziergang. Im Kopf geht bei mir ein Film ab. Ich schüttel mich innerlich, als ich zum Mantel greife. Meine Gefühle schlagen Purzelbäume. Ich stehe in tiefer Schuld bei meinem Hund, er hätte schließlich sterben können, bei seinem Wochenendunfall. Er hatte Rattengift gefressen. Nur der Tatsache, dass ich es gesehen habe, hat ihm das Leben gerettet. Nun meldet sich auch noch der kleine Mann auf meiner Schulter: Ist er aber nicht, lässt er mich wissen. Soll ich mit dieser Kreatur aus meinem Unterbewusstsein diskutieren? Nein, ich gehe lieber, schließlich steht mein Teppich auch zur Diskussion.

Es ist ungemütlicher, als ich mir gerade noch vorgestellt hatte und so setzte ich auf den durch viele Hundegenerationen geübten Gesang einer gestressten Hundebesitzerin im Regen. ‚Guter Hund, feiner Hund‘, singe ich. Der Hund schnüffelt durch die Straßenecken, als gebe es kein Morgen. Ich setzte erneut an ‚Guter Hund, feiner Hund‘. Hat doch immer geholfen, warum lässt er mich nun so leiden. Soso, so heißt mein Hund, lässt sich nicht beirren. Ich mache ihm klar, dass wir beide durchgeregnet sind, was ihn nicht absonderlich interessiert und mich wundert, denn mein Hund sträubt sich, mit einer steten Regelmäßigkeit gewaschen zu werden. Warum also nun durch den Regen gehen, ist doch auch wie Duschen. Noch dazu durch das vor Wasser triefende hohe Grass, ich verstehe die Welt nicht mehr. Und plötzlich, ich wollte gerade wieder zum Gesang ansetzen, da krümmt er den Rücken…nein doch nicht, wir gehen weiter durch den Regen und ich verabschiede mich von einem schnellen Spaziergang.

Vielleicht hilft Quantendenken, frage ich mich und formuliere meinen Wunsch. ‚Mach, Hund!‘, rufe ich ihm innerlich zu und dann den Wunsch loslassen.

Und der Hund? Was macht mein Soso, dieser immer freundliche Kumpel? Er macht den Rücken krumm und pupst, als gäbe es kein Morgen..Guter Hund, feiner Hund..

Sie müssen nicht alles glauben was Sie denken, sagte Heinz Ehrhardt einmal.

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